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#4U9525

Vor 20 Jahren, wenn die Nachricht über ein Flugzeugunglück durch die Nachrichten ging, hat man eine Zahl mit Opfern erfahren und den Absturzort, sowie die Airline. Heute erfahren wir in wengien Stunden oder Minuten, dass Babies an Bord waren, welche Nationalitäten die Insassen hatten, eine Schulklasse und der Hintergrund eines Schüleraustausches, samt Fotos der Schule in einer 10.000-Einwohner-Gemeinde, die Sinkgeschwindigkeit und Höhe des A320 kurz vor dem Absturz, die Wetterdaten, welche Politiker auf dem Weg zur Unglücksstelle sind und erste Expertenmeinungen. Die Airline hat wohl noch nicht mal alle Verwandten informieren können, da waren schon mehr Informationen im Ticker als man sich vorstellen kann. Wäre es bei der Zahl 150 geblieben, dem Ort und der Airline, wären Leute ohne persönliche Verluste auch, aber weniger betroffen. An meinem Umfeld kann ich sehen, dass das Mehr an Informationen auch zu mehr Trauer führt. Unbekannterweise, was die Opfer und Hinterbliebenen betrifft. Ich kann gar nicht einschätzen, ob ich das gut oder schlecht finde. Heute sind mir diese ganzen Informationen aber manchmal einfach zu viel. Ich möchte davon nie betroffen sein, denn diese ganzen Liveticker würden mir den Raum für Trauer und Ruhe nehmen.

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