2013, Blog

Warum ich APPLE nicht vertraue.

Nach der Veröffentlichung von iOS 7 und dem neuen iPhone mit dem Fingerabdruckscanner und den darauf folgenden fast täglich neu entdeckten Sicherheitslücken, sollte der sicherheitsbewußte Anwender spätestens jetzt nicht mehr auf Apple setzen. Es gibt aber noch mehr.

Erneut ist eine Sicherheitslücke entdeckt worden. Diesmal eine Möglichkeit mit der das Sim Lock umgangen werden kann.

Auf dem cerbero-blog wird ausführlich beschrieben, wie es möglich ist mit Hilfe der Apple-eigenen Verschlüsselungsmechanismen Malware (Viren & Trojaner etc.) für OS X zu schreiben, die bisher nicht entdeckt werden kann. Im Grunde kann der normale Anwender nur auf das Prinzip Hoffnung setzen, da kaum jemand in der Lage ist die Hilfestellung, wie im cerbero-blog beschrieben, umzusetzen. Apple-Geräte mit entsprechender Apple-Software sollten nach meiner Meinung schon lange aus allen sicherheitsrelevanten Bereichen und der öffentlichen Verwaltung verschwunden sein. Und Privathaushalte sollten sich überlegen, ob sie diesem amerikanischen Konzern wirklich vertrauen wollen!

Hier noch drei Zitate. Einmal aus der Apple-Datenschutzrichtlinie und zweimal aus den Bestimmungen für die iCloud:

Datenschutzrichtlinie

Unter dem Punkt “Welche personenbezogenen Daten wir erheben” heisst es aktuell im zweiten Unterpunkt:

Wenn du Inhalte mit Familie oder Freunden teilst und dabei Produkte von Apple verwendest, Geschenkgutscheine und Produkte verschickst oder andere dazu einlädst, sich dir in einem Apple Forum anzuschließen, kann Apple die Daten erheben, welche du über diese Personen zur Verfügung stellst, wie Name, Adresse, E-Mail Adresse und Telefonnummer.

Heißt für mich: Teilt meine Schwester mir Daten über Ihr iPhone mit, erlaubt meine Schwester Apple die Nutzung meiner Daten (eMail-Adresse). Wen muss ich jetzt abmahnen: Meine Schwester, oder Apple?

iCloud-Nutzungsbedingungen

Unter dem Punkt “Entfernen von Inhalten” heißt es:

Sie erkennen an, dass Apple für von Dritten bereitgestellte Inhalte nicht verantwortlich oder in irgendeiner Weise haftbar ist und nicht verpflichtet ist, diese Inhalte vorab zu sichten. Apple behält sich jedoch das Recht vor, jederzeit zu überprüfen, ob Inhalte angemessen sind und mit dieser Vereinbarung übereinstimmen, und kann ohne vorherige Ankündigung und in seinem alleinigen Ermessen Inhalte jederzeit vorab sichten, verschieben, ablehnen, modifizieren und/oder entfernen, wenn diese Inhalte diese Vereinbarung verletzen oder in sonstiger Weise anstößig sind.

Deuten wir mal:

sichten = Meine Briefe lesen / meine Bilder anschauen

verschieben = Meine Daten irgendwohin packen, wo ich nicht mehr zugreifen kann (verschieben ist nicht kopieren).

ablehnen = vielleicht löschen?

modifizieren = Meine Daten verändern, so wie es Apple gefällt.

entfernen = löschen

Aber es geht noch weiter:

Unter dem Punkt “Zugriff auf Ihr Konto und Ihre Inhalte” heißt es:

(…) Sie erklären sich damit einverstanden, dass Apple, ohne Ihnen gegenüber zu haften, auf Ihre Kontoinformationen und Ihre Inhalte zugreifen, diese nutzen, aufbewahren und/oder an Strafverfolgungsbehörden, andere Behörden und/oder sonstige Dritten weitergeben darf, wenn Apple der Meinung ist, dass dies vernünftigerweise erforderlich oder angemessen ist, wenn dies gesetzlich vorgeschrieben ist oder wenn Apple einen hinreichenden Grund zu der Annahme hat, dass ein solcher Zugriff, eine solche Nutzung, Offenlegung oder Aufbewahrung angemessenerweise notwendig ist, um: (a) rechtliche Verfahren einzuhalten oder rechtlichen Anfragen zu entsprechen; (b) diese Vereinbarung durchzusetzen, einschließlich der Prüfung potenzieller Verletzungen dieser Vereinbarung; (c) Sicherheits-, Betrugs- oder technische Probleme zu ermitteln, zu verhindern oder in anderer Weise darauf einzugehen; oder (d) die Rechte, das Eigentum oder die Sicherheit von Apple, seinen Nutzern, Dritten oder der Öffentlichkeit im gesetzlich erforderlichen oder erlaubten Rahmen zu schützen.

Abgesehen von dem ganzen strafrechtlichen Teil halte ich diese Selbstermächtigung von Apple für ziemlich frech. Es gibt zuviele “oder” in diesem Text, um daran zu glauben, dass Apple die Daten nicht für Geld weitergibt, oder schlimmere Sachen damit machen will, macht, oder schon gemacht hat. Daten an Dritte weitergeben zu wollen, wenn Apple der Meinung ist und es vernünftigerweise erforderlich oder angemessen ist, ist wohl die größte Frechheit.

Hier dazu noch ein Beitrag und noch ein Beitrag und noch ein Beitrag. Wer noch nicht genug hat kann auch hier, hier, hier, oder hier, auch noch hier und hier und hier lesen.

Der Autor von kowabit lehnt Apple-Software und deren Cloudangebote ab.

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