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Dagegen halten – Mund aufmachen

Die ARD-Journalistin Anja Reschke hatte letzte Woche einen sehens- und hörenswerten Beitrag zum Thema Flüchtlinge und die Hetze im Netz veröffentlicht. Hier ein Link zu youtube. Unter anderem sprach sie über den Hass im Netz, der vor Kurzem noch unter anonymen Kommentaren veröffentlicht wurde und die nun stellenweise offene Hetze unter Klarnamen.

Sie verwies auf eine Verurteilung mit Geldstrafe und forderte mehr aufschreiende Menschen. Interessant im Kommentar die Formulierung: “Einige sehr verdienstvolle Blogs tun das schon, aber es sind noch zu wenige!” Hier sei ein Verweis auf den Blog Perlen aus Freital erlaubt. Dort stellen die Macher Kommentare und Kommentatoren und deren Meinung vor. Manchmal mit Arbeitgeber. Nicht immer zum Vorteil der jeweiligen Person. Eigentlich nie zum Vorteil der jeweiligen Person. Sei es nun der Jugendtrainer der weiß was man mit Untermenschen so macht, oder dem Mitarbeiter vom DRK Crimmitschau, der für Landesverrat, also wohl die Unterstützung von Flüchtlingen, die Todesstrafe für sinnvoll hält.

Sind diese Leute tragbar in genau diesen Organisationen und in deren Positionen? NEIN! Sollte man gegen diese Leute vorgehen? JA! Ist es strafrechtlich relevant, sollte dagegen vorgegangen werden. Punkt! Geldstrafen sind erstmal sinnvoll! Und diese müssen weh tun. Was ist mit den Arbeitgebern, die sich von diesen Leuten trennen! Ist das schlimm? Für die betroffene Person ja. Klar. Ich habe aber absolut kein Fünkchen Mitleid! Seien wir ehrlich: Alles was wir tun, hat Konsequenzen. Deutschland ist nun mal kein Schlaraffenland. Für Niemanden! Und das hat nichts mit Unterdrückung von Meinungen zu tun. Hass und Hetze sind keine Meinung. Sie stören das friedliche Zusammenleben!
Richtige Kritik ist immer erlaubt. An die Politik gerichtet, die Kommunen auf einen Flüchtlingsansturm nicht vorbereitet hat. Gerade auch, weil es nirgends genug sozialen und finanzierbaren Wohnraum gibt. Egal ob für einheimische Familien oder Flüchtlingsfamilien. Oder die Länder, die nicht genug Personalkapazitäten frei haben, um den Ansturm zu bewältigen und die Arbeit weiterreichen. Oder der Bund, der Waffengeschäfte erlaubt, um anschließend mit Flüchtlingsströmen nicht fertig zu werden, die die CDU/SPD … *reusper* … Krisenherde hervorgebracht haben. Derartige Kritik können und müssen wir äußern. Lautstark und in Wahlen! Aber doch nicht auf dem Rücken der Flüchtlinge? Und Sozialmissbrauch gab es schon immer. Bei den Wohlhabenden, die Steuerflucht begehen. Bei den Armen, die schlicht jeden Cent zweimal umdrehen. Damit müssen wir leben. Und damit kann man als Gesellschaft klarkommen.

Die Autoren des Perlen-Blogs arbeiten aus Sicherheitsgründen anonym. Ich kann das verstehen und nachvollziehen. Gerade hier aber wären Journalisten, die einen Fernsehsender oder eine Zeitung hinter sich haben, noch gefragter. Hingehen zu den Leuten und sie konfrontieren! Mit offenem Visier!

Und sollen diese rassistischen Trolle weiter trollen dürfen? Na klar! Dann kennen wir wenigstens ihre Namen und wissen, in welche Vereine wir unsere Kinder nicht schicken werden. Und die Justiz weiß wenigstens an wem sie sich wirklich abarbeiten sollte.

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