2017, Blog

Flat-File-CMS

Bereits am Anfang des Jahres habe ich mich mit Flat-File-Contentmanagementsystemen beschäftigt. Ein langes Wort. Flat-File-CMS tut es aber auch. 🙂

Vor einigen Tagen musste ich einen etwas älteren NAS (Netzwerkspeicher) bearbeiten und für einen Nutzerkreis eine kleine Netzwerkdokumentation hinterlassen. Die einfachste Lösung: Ein CMS. Da der NAS so richtig alt ist, aber wenigstens noch PHP5.3 unterstützt, die SQL-Datenbank aber schlicht so langsam ist, dass die Nutzung eher nicht in Frage kommt, das Gerät bis zum Sterben betrieben werden soll, fiel die Entscheidung leicht: Ein datenbankfreies CMS musste her.

( PS an aller Nörgler: Nein, ein Gerätetausch ist nicht vorgesehen. Häng nicht am Internet. Ist nicht lebenswichtig. 🙂 Risiko ist tragbar. )

Ich benötigte einen mit Passwort geschützten Adminbereich, die Möglichkeit statische Seiten und vielleicht ab und zu blogähnliche Beiträge zu erstellen, inklusive Bilder oder Videos und ein paar hübsche Formatierungsmöglichkeiten. Letzteres ist aber nicht wichtig.

Deshalb werde ich die kommenden Beiträge den aktuellen Stand mit diesen Flat-File-CMSen vorstellen. In den letzten Jahren hat sich einiges getan. Und nicht nur eben mal schnell eine Doku, sondern auch umfangreiche Projekte sind machbar. Ohne Datenbank, ohne Schnickschnack und damit auch mit weniger Angriffsfläche (speziell SQL/Datenbank).

Aufgrund der geringen Ansprüche fiel in diesem konkreten Fall die Wahl auf:

  1. Nibbleblog

Nibbleblog findet Ihr auf http://www.nibbleblog.com/de/ . Die Software steht unter der GPL 3 Lizenz. Ist also OpenSource und kostenfrei herunterlad- und nutzbar. Ihr könnt den Machern aber gerne eine Spende zukommen lassen. Aber: Das System wird nicht weiterentwickelt. Trotzdem wollte ich es für ein internes System nutzen. Es soll hier auch nur um das Prinzip der Flat-File-Systeme gehen.

Wie gehen wir bei diesem CMS vor? Ganz einfach. Wir laden ein ZIP auf der genannten Webseite herunter. Das ZIP entpacken wir und laden die Dateien und Ordner einfach auf unseren Server per FTP hoch. Anschließend rufen wir die Domain oder Subdomain auf wo der Nibbleblog liegt.

Unsere erste Aufgabe ist die Konfiguration:

Sollten wir mehr Einstellungen als abgebildet vornehmen wollen, klicken wir unten rechts auf Expertenmodus. Anschließend haben wir ein paar mehr Möglichkeiten:

Anschließend klicken wir auf Installieren.

Gefühlte Null Sekunden und es ist vollbracht: Unser Blog ist einsatzbereit!

Also loggen wir uns ein.

Wie bei ähnlichen Systemen, haben wir eine Menge Möglichkeiten.

Wir können Beiträge veröffentlichen. Dazu gehören Textbeiträge als Blog, Videobeiträge durch URL, Zitate und das Erstellen statischer Seiten.

Sobald Kommentare geschrieben wurden, können wir auch diese Dinger bearbeiten.

Unter dem Punkt Verwalten können wir bestehende Beiträge, Seiten und Kategorien bearbeiten.

Weitere Einstellungsmöglichkeiten sind sehr umfangreich.

Ob allgemeine Einstellungen, Datum und Zeitangaben unter Regional, Einstellungen zur Kommentarfunktion mit Integration von Facebook oder Disqus und SPAM-Einstellungen, Bildeinstellungen für hochgeladene Elemente und Benachrichtigungsoptionen per E-Mail, oder die Vergabemöglichkeit eines neuen Nutzernamens und Passwortes und SEO-Einstellungen, bleibt kaum ein Administrator arbeitslos.

Trotzdem ist es sichtbar einfach und schnell zu leisten.

Es stehen zusätzlich einige Designs zur Verfügung.

Und wie bei jedem CMS stehen auch Erweiterungen (PlugIns) zur Verfügung, die das ganze System aufwerten können.

Alles in Allem eine gelungene Arbeit. Unterschiede zu anderen datenbankorientierten CMSen sind nicht zu bemerken. Sofern man seinen Blog möglicherweise richtig aufpimpen will, stößt man an seine Grenzen. Aber je nach Aufgabenstellung und Anspruch, kann so ein Flat-File-System eine ziemlich coole Möglichkeit darstellen. Mich hat der Nibbleblog auf jeden Fall gerettet. Obwohl die Software nicht mehr weiterentwickelt wird.

Demnächst folgen andere Systeme.

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