2013, Blog

Geheimdienste wollen es – Internetkonzerne tun es

In der Debatte um die Geheimdienste und Ihre Aktivitäten wird vergessen, dass die Internetkonzerne durch Ihren eigenen Anspruch Geld verdienen zu wollen, viele Techniken erst möglich machen, die auch von den Sicherheitsbehörden genutzt werden könnten, mindestens aber ein ebenso schwerer Eingriff in die Privatsphäre der Menschen darstellen. Hier ein Link zu einem Beitrag aus Juni 2013 über die AGB-Änderung bei yahoo und der damit einhergehenden Erlaubnis den Inhalt von eMails zu scannen und zu analysieren.

Ich habe nie einen Datenschützer mal das Wort Briefgeheimnis oder Postgeheimnis sagen hören. Pakete aus dem Ausland darf nur der Zoll öffnen, was eine interessante Möglichkeit in Bezug auf Datenpakete darstellt. Stellen wir uns mal vor die Deutsche Post würde eine Pressemitteilung veröffentlichen in der sie ankündigt, dass in den Briefzentren alle Briefe geöffnet werden und die Postangestellten passend zu dem gelesenen Inhalt Werbematerial dazupacken. Wenn also eine Frau Ihrem Freund mitteilt, dass die Beziehung beendet ist, packt der Postangestellte gleich die Werbung einer Partneragentur dazu. Da eröffnen sich ganz neue Berufsperspektiven.

Entweder wäre der Aufschrei noch in der nächsten Galaxis zu hören, oder die Menschen würden es wie bei yahoo oder gmail schlicht akzeptieren, während Sie sich über die NSA und den BND Gedanken machen.

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