2019, Blog, Kenya

Kenya: Der Göldautomat

Viele Dinge ändern sich mit der Zeit. In Kenya haben die Menschen gerne mit Speisefett ihre Mahlzeiten zubereitet. Doch mittlerweile hat sich auch bei uns Speiseöl durchgesetzt. Im Literpreis ist es günstiger als Speisefett und wird deshalb eher von den ärmeren Schichten bevorzugt. Ob es gesünder ist, zweifeln jedoch viele Menschen an. Die Oberschicht nutzt in der Regel Speisefett, sofern sie sich noch an vergangene Tage erinnern.

Da viele Familien mit weniger als einem Dollar pro Tag leben, aber dennoch kochen und braten müssen, benötigen sie in der Regel kleine Portionen Öl. Aber statt gleich einen Liter Öl für ca. 1,80 € zu kaufen, mussten andere Lösungen her. In den Slums von Kawangware hat eine Frau aus diesem Bedürfnis ein Geschäft gemacht.

Caroline kaufte sich einen umgebauten Geldautomaten für umgerechnet 900 € mit dem nun Öl verkauft werden kann. Für Zehn Kenjanische Schilling, ca. 8 bis 10 Eurocent, können sich die Bewohner des Armenviertels kleine Mengen Öl kaufen, um Ihre Familien zu ernähren oder ihre kleinen Straßenrestaurants zu betreiben.

Kleine Ideen, die sich an die Bedürfnisse der unteren Schichten richten, sind bei uns recht oft erfolgreich.

 

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