2019, Blog, Kenya

Kenya: Einsatz von Überwachungstechnologien zur Terrorbekämpfung

In Kenya verfügen wir über CCTV-Kameras auf allen wichtigen Straßen und in dicht besiedelten Gebieten inklusive Gesichtserkennungsfunktionen. Wichtige Informationen werden an die Einsatzkräfte im Polizeiinformationszentrum weitergeleitet.
Das Überwachungssystem überwacht auch die Autobewegungen.

Nach dem Terroranschlag auf den DusitD2-Komplex konnten so die Bewegungen der Angreifer zurückverfolgt werden.

Auch die Spuren von Mobiltelefonen werden von der Polizei durch Handy-Pings überwacht. Alle Kommunikationen kann verfolgt und sogar die physische Adresse von Personen gefunden werden. Maßgeblich sollen zweifelhafte Aktivitäten innerhalb des Landes überwacht werden. Die Überwachung des Internetverkehrs gehört ebenfalls dazu. Die IP-Verfolgung richtet sich gegen Personen, die im Internet Hass schüren oder andere kriminelle Aktivitäten versuchen durchzuführen.

Die kenianische Zentralbank spielt auch eine zentrale Rolle. Alle als verdächtig gekennzeichneten Transaktionen werden überwacht. Alle Beträge über eine Million Kenianische Schillinge (ca. 10.000 €) müssen kontrolliert und die Verwendung und Herkunft des Geldes festgestellt werden. Der Zweck der Auszahlung, Transaktionen im Intra-Bankenverkehr und M-Pesa-Transaktionen werden ebenfalls verfolgt. Betroffen sind Ein- und Auszahlungen. Für M-Pesa und ähnliche Zahlungsdienstleister übernehmen die Mobilfunkunternehmen die Kontrollen.

Wir können davon ausgehen, dass CCTV Überwachungsanlagen in Zukunft verstärkt in Wohngebieten, Geschäfts- und Geschäftsräumen installiert werden, um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen und zu verbessern. Orte, wo wir leben, arbeiten, Geschäfte machen und auch dort, wo wir Spaß und Freizeitaktivitäten haben, sollen sicher sein.

Terroristen, die wissen, dass sie ihren Anschlag nicht überleben, wird das sicher nicht aufhalten. Aber viele Kenianer hegen die Hoffnung, dass die Mittel auch einen präventiven Nutzen haben. Nach dem Terroranschlag auf das Westgate-Einkaufszentrum im Jahr 2013 wurden bereits die Sicherheitsmaßnamen landesweit erhöht. Banken, Geschäfte, Einkaufszentren und öffentliche Einrichtungen haben in der Regel bewaffnete Einsatzkräfte vor Ort, sowie Körperscanner und Metalldetektoren im Einsatz.

Man kann sich daran gewöhnen.

 

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