2018, Blog, Kenya

Onlinehandel in Kenya

Mit der Bereitstellung der grundlegenden Technologie-Infrastruktur und Marktforschungsmöglichkeiten, um Händlern, Marken und anderen Unternehmen zu helfen die Macht des Internets zu nutzen, um mit Kunden in Kontakt zu treten, entwickelt sich auch in Kenya ein umfangreiches Online-Geschäft. Die bereits gesammelten Erfahrungen in der westlichen Welt spielen hier sicher eine große Rolle. Hinzu kommt weniger Datenschutzbewusstsein und weniger Verbraucherschutz.

Die Regierung durch das Ministerium für IKT beauftragte die Kommunikationsbehörde von Kenia und das kenianische Statistikbüro mit der Untersuchung des Online-Handels im Land. Ihre Ergebnisse, präsentiert durch einen gemeinsamen Bericht, zeigten, dass etwa 27% der Verkäufer ihre Produkte online absetzen. Derselbe Bericht ergab, dass die meisten Unternehmen, etwa 32% der Verkäufer, ihre Produkte nicht für den Verkauf über das Internet anbieten können, da die Angebote nicht dafür geeignet waren. Das kann auch damit zu tun haben, dass anders als in Deutschland bspw. keine Kühlketten sichergestellt werden können, wenn es um frische Produkte geht. Auch bei Dienstleistungen, die keiner digitalen Arbeit zu Grunde liegen, ist es das nicht möglich.

Staatliche und private Unternehmen, unterstützen Online-Geschäfte

Viel Geld wird für die Entwicklung mobiler IKT-Startups und die Finanzierung neuer mobiler Anwendungsinnovationen zur Unterstützung und zum Wachstum von E-Commerce-Unternehmen zur Verfügung gestellt. Unternehmen wie die Safaricom Foundation bieten Start-ups und Unterstützung für E-Commerce-Unternehmen an. Der Kauf und die Bezahlung sind auch hier einfach mit dem Smartphone umsetzbar.

Die Menschen gewöhnen sich schnell an das Online-Shopping und überwinden die Abhängigkeit von traditionellen Shopping-Techniken in Kenia. Einsparungen bei den Kosten aber auch Zeit sind erkennbar. Lange Wege lassen sich ersparen. Die Lieferung übernehmen Dienstleister. Lange Verhandlungen sind nicht mehr nötig. Dazu kommt die Bequemlichkeit von der Couch bestellen zu können.

Online-Shops wie https://www.jumia.co.ke/ haben Tage und Zeiten in denen sie bestimmte Produkte zu ermäßigten Preisen verkaufen und gleichzeitig Arbeit schaffen und bei der Generierung von Steuereinnahmen helfen.

In Kenia gibt es drei große Online-Shops: jumia, kilimall und olx. Es sind aber nicht die einzigen Anbieter, sondern auch Supermärkte wie Chandarana Food haben eine Online-Einzelhandelsabteilung, in der die Käufer über ihre mobile App einkaufen und ihre Einkäufe ohne zusätzliche Kosten nach Hause liefern lassen. Sie alle finden breite Anwendung. Lokale Läden sind gezwungen sich anzupassen. Grundsätzlich wird das durch mobile Zahlungsanbieter wie M-pesa, T-Cash oder AirTel-Money erleichtert und ermöglicht. In großen Städten wie Nairobi, die mit einem bestialischen Verkehr zu kämpfen hat, kann der Online-Handel auch ökologisch sinnvoll sein, um das Verkehrsaufkommen durch jeden einzelnen Kunden zu minimieren.

Während die physischen Einzelhandelsriesen im Geschäft kämpfen, wächst das Online-Shopping und bindet immer mehr Menschen, die in den digitalen Raum kommen. Die Einsparpotentiale sind in der Regel die treibende Kraft am Interesse der Menschen sich Online umzusehen.

Durch geschickte Analyse des Online-Kaufverhaltens verändern die Geschäfte Ihre Angebote ständig und orientieren sich an den Einkaufsgewohnheiten der Kunden. Offline, wie Online. Kenya ist in Bewegung. Auswirkungen auf kleine Geschäfte und Märkte werden erst in den kommenden Jahren sichtbar. Die großen Einkommensunterschiede im Land werden viele traditionelle Handelsformen nicht verschwinden lassen. Der Online-Handel ist momentan nur für die Oberschicht und obere Mittelschicht der Gesellschaft in den großen Städten interessant. Auf dem Land gelten noch andere Regeln. Aber auch dort kann man per Telefon Brot und Eier per Moped liefern lassen. Aber eben ohne Onlineshop. Ein Anruf genügt bereits.

 

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