2019, Blog

Rape Game

Auf der Spieleplattform Steam von Valve hat ein Spiel besondere Aufmerksamkeit erlangt. Rape Game. Ein Spiel in dem Vergewaltigung Teil der Storyline ist und zum Weiterkommen unbedingt notwendig.

Der Aufschrei bzw. die Berichterstattung war weltweit entsprechend groß. In einigen Foren aber auch kontrovers diskutiert. Die Mehrzahl der Spiele, die monatlich die Charts stürmen, sind in der Regel Spiele in denen es zur Story gehört Gegner zu töten. Entweder gezielt einzelne oder gleich in Massen. Manchmal als Protagonist aus Notwehr, oder gezielt.

Wenn wir jetzt ins Detail gehen, stellt sich die Frage warum wir uns nicht in Massen über Spiele empören in denen das Töten zum Alltag gehört. Rape Game verlangt neben der Vergewaltigung ebenfalls das Töten von Frauen. Aber der Tötungsvorgang wurde selten oder gar nicht in der Diskussion kritisiert. Hätte das Spiel nicht Rape Game sondern Zombie-Apocalypse-Pervers geheißen, wäre es vermutlich niemandem aufgefallen.

Da Killerspiele niemanden zum Killer machen, machen Vergewaltigungsspiele niemanden zum Vergewaltiger. War nicht selten zu lesen. Eine haarige Angelegenheit. In einer Diskussion hätte man schon verloren, da man ja pro Rape sei.

Aber wir müssen auch ehrlicher mit unserem Medienkonsum umgehen. Nicht nur in Computerspielen wird getötet, zerstückelt und jetzt vergewaltigt. Auch im Fernsehen, bzw. Kino oder Streamingdienst. Gewalt ist Unterhaltung. Seit Jahrzehnten. Und bisher hat das auch kaum jemanden gestört. Es gibt Alterseinstufungen und gut ist. Über das Fernsehen regt sich aber niemand auf. Da ist es nur eine Geschichte. Im Computer ist man ein an der Handlung Beteiligter. Ich sage mal provokant: Ein Schauspieler in der Geschichte. Werfen wir Schauspielern ihre Rollen vor? Oder den Drehbuchautoren? Den Regisseuren?

Wie sieht es mit der Realität aus? Wir produzieren Waffen, wir verkaufen Waffen in Krisengebiete und wir mischen in Kriegen mit. Einige zivilisierte Staaten provozieren sie auch. Die handvoll Gegner der Kriegspolitik, die unweigerlich Tote und Vergewaltigungsopfer produziert, wird mit Sicherheitsaspekten abgefrühstückt. Wir müssen uns und andere schützen. Ja, genau. Das ist die Geschichte in der wir alle mitspielen. Unsere. Und seien wir ehrlich. Der Mehrheit geht das Töten und Vergewaltigen doch kräftig am A**** vorbei.

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