2019, Blog, Kenya

S_x-Business in Kenia

In Kenia sind in den letzten Jahren die Angebote für Erwachsene im Erotikbereich von Tag zu Tag größer geworden. Die Prostitution ist mit Hilfe von Onlineangeboten eine wachsende Branche. Für Interessenten ist es nicht mehr nötig sich bei Nacht in den Rotlichtvierteln zu bewegen.

Kenia befindet sich unter den beliebtesten Reisezielen für Sextourismus. Der Regierung wurde bereits in der Vergangenheit vorgeworfen zu wenig gegen den Sextourismus und die Kinderausbeutung zu tun. Insbesondere an den Küsten, die beliebt bei weißen Urlaubern sind, sind oft nicht das gute Wetter und die weißen Sandstrände ein Grund für den Aufenthalt, sondern die Möglichkeiten günstig sexuelle Dienste einzukaufen. Die hinterlassenen Schäden bei den Frauen, Männern, aber auch Kindern interessieren die Besucher nicht.

Das Sex-Business hat mittlerweile das Internet entdeckt und ist online. Auf Knopfdruck bieten Blog-Seiten und Websites für Callgirls/boys ein Angebot mit gefilterten Ergebnissen in Bezug auf Alter, Hautfarbe, Rasse und Körperbau. Das Geschäft läuft auch auf Twitter, Facebook und sogar Instagram. Normale Kleinanzeigenwebseiten sind gefüllt mit Angeboten. Suchanfragen weißer Urlauber bedeuten nicht selten hunderte Angebote.

Diese Entwicklung ist eine Herausforderung für Kenia. Viele junge Menschen wollen einen einfachen aber angenehmen Lebensstil. Harte Arbeit gehört in Kenia zum Alltag. Lange Arbeitstage mit wenig Lohn sind normal. Die Flucht in die Prostitution ist ein Problem der Armut. Schnelles Geld für sexuelle Gefälligkeiten.

Schnell fallen sie auf Betrügerische Webseiten herein. Sie zahlen Eintritt, um Angebote von Sugar-Daddies und Sugar-Mamies zu erhalten. Aber Angebote kommen nicht und alle wichtigen Daten haben sie von sich preisgegeben. Die Eintrittsgebühr ist weg. Wegen dieser Misserfolge ist es nicht selten, dass auf echten Call-Girl/Boy-Seiten keine Diskretion mehr vorhanden ist. Authentische Daten werden offengelegt und Empfehlungen von Kunden gehören dazu. Ab diesem Zeitpunkt sind sie gefangen im Kreislauf der Prostitution. Sie haben sich selbst zur Ware gemacht.

Früher gab es Rotlichtviertel, in denen die Sexarbeiter*innen nachts auf dem Straßenpflaster und in einigen berühmten Bars und Restaurants wie dem Simmer Pub, der K1 Bar und Restaurants in der Koinange Street und Teilen der Kenyatta Avenue, Westlands und sogar der Parlamentsstraße auf Kunden warteten.

Jetzt findet der Handel Tag und Nacht statt. Die Auswirkungen auf ein christlich geprägtes Land mit eher konservativen Werten können erst in ein paar Jahren zu spüren sein, wenn die Erwachsenen aus den kinderreichen Generationen ihrem Nachwuchs erklären sollen, welcher Arbeit sie nachgehen. Das Internet vergisst in den seltensten Fällen.

 

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