Sicherheitssoftware

Ich empfehle in der Regel wenige kommerzielle Produkte. Weil ich aber immer gefragt werde, möchte ich das im Bereich Sicherheitssoftware jetzt trotzdem tun. Diese Empfehlung ist selbstverständlich Werbung für dieses Produkt! Es geht um die Produktreihe der Firma ESET. Hier speziell empfehle ich immer die ESET Smart Security Suite. Je nach Einsatzart des Systems sind andere Softwareoptionen möglich. Beispielsweise für Server oder mobile Endgeräte.

Meine Gründe:

1. Das Produkt ist für Einsteiger und Privatanwender leicht verständlich. Wenn ich im persönlichen Umfeld gefragt werde welche Software genutzt werden kann, dann empfehle ich ESET. Gerade für Leute, die sich sehr wenig um Sicherheit kümmern (wollen / können).

2. Die Handhabung ist einfach, strukturiert und auch für Anfänger selbsterklärend. Die Konfigurationsmöglichkeiten der Software können bequem abgearbeitet werden.

3. Das Produkt enthält je nach Version alles was ich als Administrator von Netzwerken empfehlen würde.

4. Der deutschsprachige Service der Firma hat mich und andere Personen nie enttäuscht. Neben normalem schriftlichen Support steht auch eine Hotline zur Verfügung (normales Festnetz). Ich habe bisher wirklich nie von enttäuschenden Gesprächen gehört!

5. Die Preise liegen im Vergleich zu anderen Produkten in der selben Höhe und Breite. Ab und zu kann man mal einen Gutschein ergooglen.

6. Es gibt Sicherheitssoftware nicht nur für MS Windows, sondern auch für Linux und Mac. Ebenso für mobile Geräte (Android oder Symbian). Ebenfalls wird Windows Mobile unterstützt. Nur die Linuxversion müsste nach meiner Meinung noch qualitativ nachlegen.

Sicherheitssoftware bekämpft immer nur bekannte Malware. Sie ist kein Allheilmittel. ESET hat in der von mir empfohlenen Version einen Webschutz, der auch bekannte schädliche Webseiten beim Surfen blockiert und Downloads direkt prüft. Die Software hat noch nie schlechte Auswirkungen auf die Leistung mir bekannter Rechner gezeigt. Auch unerwünschte Software wie Toolbars und ähnlichen Käse schmeißt ESET gerne raus. Es gibt einen guten Gamermodus. Die Kindersicherung ist gut. Die Vielfalt der Einstellungsmöglichkeiten der Software machen Spaß. Jeder sollte sich die Einstellungsmöglichkeiten genau anschauen. Nicht jede Funktion muss man nutzen. Einige Funktionen empfehle ich zwar auszuschalten, da ich auch mal Probleme lösen musste, aber die Qualität der Software verringert sich dadurch nicht. Beispielsweise muss beim Prüfen von E-Mails keine ESET-Signatur angehängt werden. Das nervt eher.

Für Privatpersonen würde ich diese Software momentan immer empfehlen: ESET Smart Security.

Hier ein paar Einstellungsempfehlungen und Hinweise, wie die Software konfiguriert werden sollte, sowie Dinge, die ich bei der Software für nicht gut bzw. nicht empfehlenswert halte:

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Auf der Startseite findet der Nutzer Verknüpfungen zu den am häufigst verwendeten Teilen der Software. Der AntiTheft-Modus ist ein Antidiebstahlmodus, den man gesondert aktivieren muss. Für Laptops geeignet. Sollte das Gerät gestohlen werden, kann man von der Ferne darauf zugreifen und bspw. Fotos vom aktuellen Nutzer schießen und auch den Standort herausfinden, wenn das Diebesgut online ist. Bedeutet aber auch Zugriff der Firma auf das Gerät. Wenn ESET mal gehackt wird, ist es eben Pech. 🙂 Die Lizenzdaten findet man hier auch. Die Software erinnert aber daran, wenn die Lizenz abläuft.

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Im zweiten Unterpunkt können die Prüfmodis ausgewählt werden. Die Smart-Prüfung ist eine voreingestellte Prüfung der wichtigsten Bestandteile des eigenen Systems. Die benutzerdefinierte Prüfung kann an eigene Ansprüche angepasst werden. Die Wechselmedienprüfung betrifft ausschließlich angeschlossene Datenspeicher.

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Der Updatereiter sollte selbsterklärend sein. Die Aktualität der Signaturdatenbank und der Software können geprüft werden.

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Der Reiter Einstellungen ist dann mit allen Unterpunkten auch der umfangreichste Bereich. Hier kann man schon gut eine halbe Stunde verbringen. Anschließend steht die Software aber bereit.

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Sobald man ganz unten auf Erweiterte Einstellungen klickt, gelangt man in den wichtigsten Bereich. Wie bei dem Beispiel haben wir bereits ein Passwort angelegt. Die Option kommt später nochmal.

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Der Unterpunkt Viren- und Spyware-Schutz ermöglicht zusätzlich die Suche nach eventuell unerwünschten Anwendungen und potenziell Unsicheren. Damit sind Adware oder auch diese nervigen Toolbars gemeint. Ich empfehle hier alle Auswahlmöglichkeiten anzuklicken.

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Unter dem Punkt Wechselmedien kann voreingestellt werden, ob ESET angestöpselte USB- oder optische Speicher sofort prüfen soll, oder auf manuelle Auswahl warten muss. Das hängt vom Anspruch ab. Bei sofortiger Prüfung kann die Zugriffsgeschwindigkeit auf den Datenspeicher leiden. Aber wenn man den Stick von Fremden erhält, dann sollte das ein akzeptabler Luxusverlust sein. Ihr wisst: Wegen der Sicherheit!

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Der nächste Punkt – Medienkontrolle – ist etwas umfangreicher. Eher auch für den Profibereich gedacht. Hier könnt Ihr explizit nur bestimmte bspw. USB-Sticks genehmigen oder grundsätzlich aussperren. Sinnvoll, wenn man einen unerwünschten Datenabfluss auf fremde Hardware vermeiden will.

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Bei HIPS werden dann härtere Verteidigungsmöglichkeiten anklickbar. Ich empfehle für Anfänger oder Leute, die sich weniger kümmern wollen, den automatischen Filtermodus ausgewählt zu lassen. 🙂

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Dieser Punkt ist interessant für Gamer. Hier gehe ich nicht weiter darauf ein.

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Auch bei den Netzwerkeinstellungen sollte auf den automatischen Filtermodus vertraut werden, wenn man sich nicht in die Materie einarbeiten will. Die Einstellungen, wie im Bild, reichen aus.

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Wer ein paar mehr Infos über das System in Anzeigen und Logs stehen haben will, kann diese Auswahl treffen. Muss nicht sein.

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Der Web- und E-Mail Bereich umfasst einige umfangreiche Einstellungen. Die Voreinstellungen können genutzt werden.
Ich spreche nur mal eine Besonderheit an. Beispielsweise müssen an E-Mails keine Prüfhinweise angefügt werden. Das nervt mich. 🙂 Also nerven wir auch keine andere Person und deaktivieren es, wie im Bild. Den Rest der Unterpunkte gucken wir uns an (hier nicht), aber ändern nichts.

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Bei den E-Mail-Einstellungen und beim Web-Schutz gibt es den Punkt Einstellungen für ThreatSense. Das bitte mit Bedacht konfigurieren. Wenn Ihr Euren PC eine lahme Ente nennen würdet, verzichtet auf Abenteuer und belasst es bei den Voreinstellungen.

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Gerade im Punkt Methoden kann man sich ordentlich ins Knie schießen. Den Punkt Advanced Heuristik... solltet Ihr nur aktivieren, wenn Ihr ordentlich Power habt. 🙂

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Die Stärke der Säuberungseinstellungen am Besten so lassen.

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Wir prüfen alle Dateien. Alle Dateien werden gleichberechtigt verdächtigt. 🙂

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Beim Punkt Grenzen könnte man bspw. die Größe der zu prüfenden Dateien begrenzen oder die Tiefe gepackter Archive. Fassen wir es nicht an. 🙂

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Wer gerne lange und schwere Logdateien durcharbeiten möchte, darf unter Sonstiges gerne die Haken setzen.

Die weiteren Unterpunkte vom Web-Schutz können unangetastet bleiben.

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Anwendungsprotokolle bitte prüfen lassen. 🙂 Es gibt, soweit ich mich erinnere, in der Unternehmensversion die Möglichkeit auch https-Traffic zu prüfen. Also entschlüsseln und prüfen und weiterreichen. Davon bin ich kein Fan! Falls Ihr es seht, bei Möglichkeit darauf verzichten.

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Phishing-Schutz aktivieren wir natürlich. Wenn Ihr auf eine gefälschte Webseite kommt, weil Ihr doch auf einen E-Mail-Link geklickt habt, auf den Ihr nicht hättet klicken sollen, und ESET kennt die Rabauken bereits, dann blockt die Software die Seite und gibt einen entsprechenden Hinweis! Ihr dürft auch eigene Warnungen an ESET senden.

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Die Kindersicherung.

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Nutzer am Rechner können einer Altersstufe zugeordnet werden.

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Dann kann man dem Konto bestimmte Themenbereiche erlauben. Sinnvoll!

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Update-Einstellungen sind natürlich selbsterklärend. Ihr bekommt einen Benutzernamen und ein Passwort für die ESET-Systeme. Dann saugt sich die Software was es braucht. Die Daten solltet Ihr aber irgendwo auch offline sichern. 🙂

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Bei Erweiterte Update-Einstellungen empfehle ich die Snapshots zu DEAKTIVIEREN. Ich musste mal ein System reparieren, auf dem ich erst beim zweiten Blick festgestellt hatte, dass die Software jeden Tag ein Backup angelegt hat. So lange bis die Festplatte voll war. 🙂 War lustig! Den dort angebotenen Rollback habe ich auch nur einmal versucht. Ging schief. War nicht lustig! (Mittlerweile hatte ich schon laaaange keine solche Fälle mehr.)

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Auch beim Unterpunkt Diagnose bitte: Kein Speicherabbild erstellen. Gleiche Erfahrung wie bei den Snapshots. Dumps bis die Festplatte voll war. Wirklich nicht lustig! 🙂 (Auch hier: Mittlerweile hatte ich schon laaaange keine solche Fälle mehr.)

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Sinnvoll bei vielen Nutzern eines PCs ist der Punkt Warnungen und Hinweise. Lasst Euch einfach mal eine E-Mail zusenden, wenn jemand einen Alarm auslöst. Bspw. kauft Ihr gerade 20km entfernt ein und ein fremder Stick wird in die Öffnungen Eures besten Systems gesteckt. Ist der Stick verseucht, killt ESET den Schädling und informiert Euch. Wenn das nichts ist? 😉

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Absolut notwendig: Passwortschutz für Eure Konfiguration! Passwort notieren und gut weglegen. Kinder können die Kindersicherung nicht deaktivieren, hochentwickelte Schadsoftware die Sicherheitssuite nicht umkonfigurieren. Beides gefährliche Szenarien!

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Unter Tools findet Ihr dann was zum Studieren. Logdateien, Statistiken, Aktivitäten, Prozesse, Taskplaner, welche Malware schon gefunden wurde, die aktiven Netzwerkverbindungen, Ihr könnt eigene verdächtige Dateien zur Prüfung einreichen, eine RettungsCD erstellen und eure SocialMedia-Konten überwachen lassen.

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Unter Hilfe und Support bekommt Ihr dann auch Hilfe und Support. Es gibt da noch den Punkt Spezielles ESET-Säuberungsprogramm. Macht das nur, wenn Ihr eine Sicherung habt. Der normale Scan ist aber ausreichend! Ich habe meine Festplatte u.a. mit Hacker- und Forensiktools gefüllt – natürlich nur zu Schulungs- und Testzwecken. Es ist voll ärgerlich, wenn wirklich jeder noch so unschädliche Testvirus (Beim Test hatte ich mal mit ner Conficker-Geschichte rumgespielt.), Analysesoftware und Hackanleitungen mit denen man mal gearbeitet hat weg sind. Aber interessant ist es schon. Nicht vergessen, dass ESET zu den wenigen Sicherheitsanbietern gehört, die bspw. dem Staatstrojaner FinFisher auf die Spur kommen konnten. Besser als viele andere Produkte, die in einigen Zeitschriften und Medien immer voll gelobt werden.

Also: Empfehlung für ESET Smart Security ! Dann braucht Ihr mir nicht immer E-Mails schreiben.

 

Achtung: Dieser Beitrag ist ein gezielter Online-Werbetext inklusive Werbelink für ein Produkt! Die Werbung basiert jedoch anders als bei pauschalen Werbeangeboten auf eigener Erfahrung und ist zusätzlich auch eine ernst gemeinte Empfehlung!

 

Transparenz:

ESET betreibt einen eigenen Sicherheitsblog in deutscher Sprache unter http://www.welivesecurity.com/deutsch/ .

Zusätzlich informiert die Firma unter http://www.eset.com/int/about/press/eset-blog/ über Neuigkeiten. Dazu gehört auch, wenn Schwachstellen in der eigenen Software gefunden und behoben werden. So wünscht man sich das.