2016, Blog

XUBUNTU

Mit Windows 10 hat Microsoft ziemlich viele Menschen vergrault. Nicht, weil es schlecht ist, sondern weil es Dinge tut, die der Nutzer nicht unter Kontrolle hat. Auf kowabit habe ich öfter darüber geschrieben und Tests gemacht. Deshalb vertraue ich dem Betriebssystem nicht, da mir nicht gestattet ist sein (Sende-)Verhalten zu kontrollieren. Doch welche Alternativen gibt es? Ich werde in Zukunft vereinzelt einige Betriebssysteme vorstellen mit denen ich gerne arbeite und die wenig Probleme verursachen. Heute beginnen wir mit XUBUNTU.

XUBUNTU ist ein Derivat von UBUNTU. Sollte Euch bekannt sein. XUBUNTU arbeitet ressourcenschonend und sehr stabil. Ich nutze es für einige Arbeiten und bin sehr zufrieden. Von Netbooks, alten Computern bis zu neuen Maschinen ist der Einsatz aus meiner Sicht empfehlenswert.

Ihr könnt Euch das Installations-ISO von der Webseite xubuntu.org ziehen, auf DVD brennen, einlegen und installieren. Das lohnt sich, wenn man bspw. keine gute Internetverbindung hat. Habt Ihr eine gute Verbindung – also bspw. eine 50iger Leitung oder 100er wie ich – könnt Ihr Euch von ubuntu.com auch eine MinimalCD herunterladen. Das ISO hat ca. 50 MB und die Installationsdaten werden direkt aus dem Netz gezogen. Damit sind die Softwarepakete gleich auf dem aktuellen Stand. Nach einer DVD-Installation würde noch eine Updateroutine notwendig werden.

Ich gehe kurz die Installation mit der MinimalCD durch. Die Installation per DVD ist sogar noch einfacher. Schnell geht es in der Regel bei beiden Versionen. Mit der MinimalCD und schnellem Internet habe ich ca. 30 Minuten auf einer guten Maschine benötigt. Mit DVD ca. eine Stunde. Im Vergleich zu Windows 10 ist nach der XUBUNTU-Installation jedoch ein komplett fertiges Desktop-System einsatzbereit. Inklusive Office, Grafik, Medienplayer etc.! So wie es sein soll. Keine Lizenzkosten, keine Aktivierungsprozesse, keine Registrierungen. Einfach nur eine Desktop-Arbeitsumgebung.

Also, booten wir von der MinimalCD:

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Wählen wir als Anfänger gleich Install und drücken Enter auf der Tastatur.

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Dann wählen wir unsere Sprache aus. Englisch, Chinesisch oder eben Deutsch.

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Derartige Hinweise sind bei Communityprojekten nicht selten. Lesen, entscheiden und klicken und weiter.

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Dann noch den richtigen Standort auswählen.

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Falls Ihr noch irgendwie Lust habt Eure Tastatur zu identifizieren, nur zu. Sonst weiter mit Nein.

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Die Sprache der Tastaturbelegung auswählen.

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Dann noch etwas genauer.

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Danach arbeitet sich das System gleich durch einige wichtige Geschichten, die uns als Anfänger oder Erstnutzer einfach nicht interessieren werden.

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Wie bei jedem guten Betriebssystem geben wir dem neuen System einen Namen, um gleich eine persönliche Beziehung aufzubauen. 😉

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Jetzt wählen wir aus woher die Software runtergeladen werden soll.

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Ein zweiter Schritt ist notwendig.

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Einen Proxy werden die Wenigsten von Euch nutzen. Also ehrlich: Ich kenne keine Privatperson in meinem Umfeld, die sich so eine Architektur aufgebaut hätte.

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Dann saugt das System die Pakete die es benötigt. Ihr wartet einfach.

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Anschließend ein Nutzerkonto anlegen. Ihr nennt Euch jetzt einfach alle kowa ! 🙂

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Dem Konto weist Ihr jetzt noch einen Benutzernamen zu: kowa . Doppelt hält besser!

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Passwort nicht vergessen!

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Wer von Euch Geheimnise hat, die niemand herausfinden soll der den Computer oder Laptop mal in die Finger bekommt, sollte mindestens die persönlichen Ordner verschlüsseln. Echt jetzt!

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Auf Grundlage Eurer Zeitzoneneinstellungen wird die Uhr gestellt.

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Hardwareerkennung läuft an!

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Partitionierung der Festplatte(n) wird vorbereitet.

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Beim Erstversuch einfach Geführt – vollständige Festplatte verwenden nutzen. Vorsicht: Alles auf der Festplatte wird gegrillt.

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Festplatte auswählen.

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Wir sind uns sicher! Bamm …

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Die Partitionierung läuft durch.

Hinweis: Bei der DVD-Installation wird Euch bei der Partitionierung auch sichtbar die Option angeboten die Festplatte vollständig zu verschlüsseln. Für die Terroristen Freiheitskämpfer oder Regimegegner in Diktaturen unter Euch, sicher eine sinnvolle Sache.

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Das Grundsystem wird installiert.

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Und Ihr braucht einfach nur zuzugucken.

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Es kann manchmal ziemlich langweilig sein.

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Aber so ist das eben.

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Bei den Updates muss man einfach wissen wie man es mag. Automatisch? Bitte! Oder manuell? Macht mehr Spass. Ich wähle Keine automatischen Aktualisierungen aus.

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Jetzt kommen wir dem Ziel näher.

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Die Ubuntu MinimalCD bietet uns jetzt einige Installationsoptionen an. Auf dem Screenshot nicht erkennbar, aber vorhanden, wählen wir XUBUNTU. (Aber keine Minimalinstallation!).

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Dann warten wir …x036

… und warten …x037

… und sehen das Ende kommen. Hier entscheiden wir dann, wie die Startfunktion (Bootloader) auf die Festplatte gekippt werden soll.

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Ja ist in diesem Fall richtig. Bitte, wenn Ihr das noch nie gemacht habt, erspart Euch das Experiment mehrere Betriebssysteme auf eine Festplatte zu packen. Das ist wirklich süß und man freut sich, wenn man es geschafft hat, aber es ist sinnlos. Und so Old-School! Kauft Euch dann lieber einen Wechselrahmen für Euren Tower und nutzt verschiedene Festplatten mit unterschiedlichen Betriebssystemen. Ihr werdet Euch erhängen, wenn so ein Bootloader vollständig in die Grätsche geht. Einfach Stress ersparen. Man muss sich nicht selbst herausfordern.

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Diese Zeitgeschichten nerven etwas. Einfach Ja.

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Geschafft! Jetzt starten wir neu, CD raus und warten was passiert.

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Schönes Blau. Und so weich … 🙂

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Euer gewählter Nutzername steht bereits da. Nur noch Passwort und Juchu! Ihr könnt arbeiten, surfen und Euch das System angucken. Natürlich auch alles nach Euren Wünschen einrichten. Ausprobieren!

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Oben Links das Menü, oben Rechts Batterieanzeige, Netzwerk, Datum und Zeit etc. … Der Neueinsteiger sucht sich im Menü den Punkt Software.

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Kann sein, dass das System noch kurz was laden will. Dauert dann wenige Sekunden und Ihr könnt den Softwarekatalog durchstöbern.

Nur zur Übersicht: Bereits installiert sind Firefox und Thunderbird. Pidgin und Transmission würde ich wieder deinstallieren.

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Auch ein PDF-Angucker, Bild-Angucker und eine Scan-Software ist enthalten. Im Nachhinein würde ich noch Pinta installieren. Einfach im Softwarekatalog stöbern.

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LibreOffice, Kalender, Wörterbuch. Alles gut!

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Brennsoftware, Medienspieler. Alles gut. Wobei ich den Parole immer deinstalliere und durch VLC ersetze.

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Solltet Ihr mit DVD installiert haben und keine automatischen Updates durchführen, solltet Ihr folgende Schritte regelmäßig abarbeiten. Einmal pro Woche sollte reichen.

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Im Menü das Terminal aufrufen.

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Dort geben wir ein: sudo apt-get update ! Sudo aktiviert die Superduperadministratorfunktion: Ihr müsst Euer Passwort als Bestätigung eingeben. Dann sucht das System alles was so neu anfällt.

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So, dann installiert Ihr die Updates.

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Befehl: sudo apt-get upgrade .

Wenn ein großes Update ansteht oder Ihr prüfen wollt, ob es so ist, nutzt Ihr diesen Befehl: sudo apt-get dist-upgrade !

Am Ende müsst Ihr nicht unbedingt einen Neustart hinlegen. Bei großen Upgrades schon, aber nicht bei kleinen Aktionen. Einmal im Monat könntet Ihr das System noch säubern. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Bspw.: sudo apt-get clean oder sudo apt-get autoclean .

Wenn Ihr mit dem Terminal arbeitet und die Befehle drauf habt, macht das Updaten auch viel mehr Spaß. Es geht auch irgendwie schneller. Und trotz der Stabilität von Xubuntu macht die grafische Oberfläche beim Updaten manchmal Zicken. Aber, wenn die Kleine Zicken macht, dann gibt man die Befehle eben Wort für Wort ein, statt mit einem Mauszeiger auf irgendwelche Optionen zu zeigen.

Da war es mit XUBUNTU. Die Software funktioniert genauso wie bei anderen Betriebssystemen und Ihr habt eine Menge Schotter gespart. Viel Erfolg! 😉

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